
Elevationswinkel:
Auch Neigungswinkel genannt. Wenn man geradeaus schaut, genauer: über die obere Seite einer Wasserwaage,
dann entspricht das einen Elevationswinkel von 0 Grad. Genau senkrecht nach oben geschaut, in den Zenit, würde
das einem Elevationswinkel von 90 Grad entsprechen. Alles Andere liegt nun dazwischen. Bei uns an der Ruhr beträgt
der Elevationswinkel etwa 30 Grad.
Azimutwinkel:
Auf einem guten Kompass sollte eine 360-Grad-Einteilung sein. Das ist er schon, der Azimutwinkel!
Hier entspricht Süden genau 180 Grad. Beträgt unser Azimutwinkel beispielsweise 165 Grad, das ist der Wert für
Astra 1
am Standort Essen,
dann steht unser Satellit 15 Grad links (östlich) der Südrichtung.
Polarisationswinkel:
Dieser Winkel wird auch oft SKEW, LNB-Tilt, LNB-Verdrehwinkel, oder sonstwie
genannt!
Der Polarisationswinkel gibt an, um wieviel Grad und in welche Richtung der LNB
in seiner Halterung verdreht werden muß.
Ausgangspunkt hierbei ist ein senkrecht befestigter LNB.
Ein Wert von weniger als zehn Grad kann hier getrost vernachlässigt werden.
Das heißt: In Mitteleuropa spielt dieser Winkel für die Astra- oder
Hotbird-Ausrichtung keine Rolle.
Wichtig wird dieser Winkel bei Empfang von Satelliten, deren Orbitalposition
weit vom Längengrad des Empfangsortes
entfernt ist.
Standortwahl:
Mögliche Standorte einer Antenne sind Dach, Hauswand, oder z. Bsp. der Boden vor dem Haus.
Solange keine Hindernis im Weg ist, sind alle Orte gleichberechtigt. Es sollten nur zu lange Wege vermieden werden.
Besonders bei langen
Kabelwegen ist unbedingt auf hohe Kabelqualität zu achten.
Auf einem Dach montiert, sollte eine Antenne unbedingt
aus Blitzschutzgründen ordnungsgemäß geerdet werden.
(Hierüber gibt es Fachliteratur)
Das Rohr, an dem nachher die Antenne befestigt wird, sollte möglichst senkrecht
ausgerichtet sein.
Eignung diese Standortes prüfen:
Eignet sich denn auch unser Standort? Ist wirklich absolut nichts im Weg?
Mit dem Kompass peilen wir jetzt z. Bsp. unsere 165 Grad (Azimutwinkel) an.
Dazu sollten wir uns einen markanten Punkt in Richtung 165 Grad merken.
Jetzt geht es darum, unseren Blick um den Neigungswinkel (Elevationswinkel) nach
oben zu lenken.
Das ist mit Augenmaß nicht so einfach zu bewerkstelligen.
Ist in Richtung unseres Azimuthwinkel absolut nichts, so sind wir fein raus.
Ist dort aber ein Hindernis (zum Beispiel Gebäude, Berg, oder Baum) so müssen
wir feststellen, ob wir darüber
hinwegblicken können.
Haben wir einen Kompass mit Neigungswinkelmesser, dann peilen wir jetzt die Höhe
mit diesem Neigungwinkelmesser an.
Wer eine elektronische Wasserwaage hat (Wasserwaage mit digitaler Gradanzeige /
war vor kurzem bei einem Discounter für
20 Euro zu haben) kann diese nutzen. Man hält die Wasserwaage so, dass sie
unseren ermittelten Elevationswinkel anzeigt und
schaut dann glatt über diese hinweg! (Besser: eine Person hält die Wasserwaage
in richtiger Neigung, die andere Person
schaut darüber hinweg!)
Hat man weder Neigungswinkelmesser, noch elektronische Wasserwaage, da bleibt
noch ein letzter Weg:
Notwendig hierzu aber eine normale Wasserwaage und ein rechtwinkeliges Dreieck,
welches wir aus Pappe zurechtschneiden.
Wichtig ist natürlich, dass ein Winkel dieses Dreiecks genau unserem
erforderlichen Elevationswinkel entspricht.
Nehmen wir an, unser Elevationswinkel beträgt 30 Grad, dann muß auch ein Winkel
unseres rechtwinkeligen Dreieckes
30 Grad betragen. (Dazu müssen wir unser altes Lineal und einen Winkelmesser
herauskramen.)
Ist das Dreieck fertig, setzen wir es auf die Wasserwaage und schauen in die
eben angepeilte Richtung. (165 Grad in
unserem Beispiel.) Jetzt muss nur noch die Wasserwaage in Waage gehalten werden.
(Vielleicht auch hier besser eine zweite Person zu Hilfe nehmen!)
Wir schauen dann glatt über unser Dreieck hinweg.
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| Neigungswinkelkompass | Elektronische Wasserwaage | Wasserwaage und Pappdreieck |
Ist dort jetzt kein Hindernis zu sehen, dann steht der Platzierung einer
Schüssel an diesem Ort nichts mehr im Wege.
(Auf jeden Fall kein Empfangshindernis)
Sind wir uns immer noch nicht sicher, ob wir vielleicht knapp an einem Hindernis vorbeikommen, so hilft nur noch
das Ausprobieren mit einer Satelliten-Empfangsanlage. Es gibt zwar im Fachhandel spezielle Peilgeräte, diese
übersteigen aber im Preis den Wert einer Markenanlage.
Die Antenne ausrichten:
Der Mast ist montiert. Der LNB ist am LNB-Arm, der Arm an der Antenne, alles
nach Anleitung montiert.
Dann kann es losgehen:
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aktualisiert: 19.07.2009 |